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Einzahlungs-Check Österreich
Zusammengestellt von Johanna Eder, Redakteurin für Verbraucherschutz und ZahlungenGegengelesen von Martina ZöchlingGeprüft am 17. Oktober 2026

AstroPay-Wallet oder paysafecard Code: welcher Weg ins Casino mehr Kontrolle lässt

  • AstroPay geprüft

AstroPay und paysafecard halten beide Ihre Bankdaten vom Casino fern, lösen das aber gegensätzlich. Die paysafecard ist ein vorab bezahlter Code mit einer harten Grenze von 50 € pro Zahlung; das AstroPay-Wallet ist ein aufladbares Konto, in dem sich laut Geschäftsbedingungen keine Ausgabenlimits einstellen lassen. Der eine Weg bremst von selbst, der andere verlangt, dass Sie selbst bremsen.

Dieser Vergleich stellt beide Wege nebeneinander: wer sie beaufsichtigt, wie das Guthaben geschützt ist, was bei Stillstand kostet, welche Daten fließen und wie Gewinne zurückkommen. Die Angaben zu AstroPay stammen aus den AGB für den Europäischen Wirtschaftsraum, die zu paysafecard von dessen österreichischer Gebühren- und Limitseite. Den Rahmen liefert unser Überblick zu Sicherheit und Limits bei AstroPay.

Casinos mit beiden Methoden in unserer Liste

Zahlungsarten
  • AstroPay

In unserer Liste kennzeichnen wir, ob ein Anbieter AstroPay, paysafecard oder beides in der Kasse führt, und bei welcher Methode er Auszahlungen zulässt. Dazu nennen wir das Einzahlungslimit, das sich im Spielerkonto einstellen lässt, denn keine der beiden Zahlungsmethoden ersetzt diese Einstellung.

Alle Anbieter in der Liste arbeiten mit einer ausländischen Lizenz; eine österreichische Konzession für Online-Glücksspiel hat nur win2day. Beide Zahlungsmethoden ändern daran nichts. Was das Glücksspielgesetz für Spielerinnen und Spieler bedeutet, steht auf unserer Startseite.

Aufsicht und Schutz des Guthabens

Hinter beiden Methoden steht ein E-Geld-Institut mit europäischer Zulassung. AstroPay betreibt im Europäischen Wirtschaftsraum die Larstal Denmark ApS, zugelassen von der dänischen Finanzaufsicht Finanstilsynet unter der Nummer 40514. Die paysafecard gibt die Paysafe Prepaid Services Limited heraus, zugelassen von der irischen Zentralbank mit der Registrierungsnummer C185005 und auf Grundlage des EU-Passes in Österreich tätig.

  • Betreiber im EWR — AstroPay-Wallet: Larstal Denmark ApS, Kopenhagen · paysafecard: Paysafe Prepaid Services Limited, Dublin
  • Aufsicht — AstroPay-Wallet: Finanstilsynet, Dänemark · paysafecard: Central Bank of Ireland
  • Art des Guthabens — AstroPay-Wallet: E-Geld, keine Bankeinlage · paysafecard: E-Geld auf Code oder Konto

Ein Schutz, den viele erwarten, fehlt in beiden Fällen: die Einlagensicherung. Die AstroPay-AGB sagen ausdrücklich, dass das Wallet kein Einlagenkonto ist und keine dänische Einlagen- oder Anlegerentschädigung greift. Geschützt wird E-Geld durch die getrennte Verwahrung der Kundengelder. Für paysafecard gilt dieselbe Logik eines E-Geld-Instituts. Die praktische Regel ist bei beiden gleich: nur so viel Guthaben halten, wie Sie zeitnah brauchen.

Limits: eingebaute Bremse gegen selbst gesetzte Grenze

Der größte Unterschied liegt bei den Limits. Ein paysafecard Code ist laut österreichischer Gebühren- und Limitseite auf höchstens 50 € pro Zahlung begrenzt, und mehr als der Wert des Codes lässt sich nie ausgeben. Wer höhere Beträge will, braucht ein paysafecard Konto; dort gelten im Standard-Status 150 € pro Zahlung, 400 € im Monat und 1.200 € im Jahr.

Im AstroPay-Wallet fehlt diese Bremse. Die AGB für den EWR halten fest, dass sich keine Ausgabenlimits einrichten lassen, und sie nennen keine Beträge für Aufladung oder Zahlung. Die Grenze entsteht nur durch die Höhe Ihrer Aufladung und durch das Einzahlungslimit im Spielerkonto. Genau diese Lücke beschreiben wir auf der Startseite als den wichtigsten Punkt beim Wallet.

  • Pro Zahlung — AstroPay-Wallet: keine Angabe in den AGB · paysafecard: 50 € mit Code; 150 € mit Konto Standard
  • Pro Monat — AstroPay-Wallet: keine Angabe · paysafecard: Code: Wert des Codes; Konto Standard 400 €
  • Eigenes Ausgabenlimit — AstroPay-Wallet: laut AGB nicht einstellbar · paysafecard: durch den Code vorgegeben

Ein Zahlenbeispiel zeigt die Wirkung. Wer mit Codes zu 50 € spielt, muss für ein Budget von 300 € sechsmal in den Handel oder in den Online-Shop gehen; jede Hürde ist eine Gelegenheit, aufzuhören. Wer das Wallet mit 300 € auflädt, hat den Betrag in einer Sitzung verfügbar. Keine der beiden Grenzen ersetzt das Einzahlungslimit im Casino, das beim konzessionierten Anbieter verpflichtend ist und bei vielen anderen freiwillig angeboten wird.

Stillstand: was ungenutztes Guthaben kostet

Hier kehrt sich das Bild um. Bei der paysafecard kostet ein Code laut österreichischer Gebührenseite ab dem zweiten Monat nach dem Kauf 3,30 € pro Monat, und ein Konto ohne Transaktion ab dem 13. Monat 2,80 € pro Monat. Wer einen Rest auf dem Code lässt, verliert ihn über die Monate.

Bei AstroPay fanden wir in den AGB für den EWR keine Gebühr für ein schlicht ungenutztes Wallet. Die Idleness Fee, die dort steht, ist etwas anderes: AstroPay kann zwischen 50 € und 50 % des verfügbaren Guthabens pro Monat verlangen, wenn Sie auf eine Anfrage zur Identitäts- oder Compliance-Prüfung nicht fristgerecht antworten. Wer Prüfanfragen beantwortet, zahlt sie nicht.

  • Ungenutztes Guthaben — AstroPay-Wallet: keine Gebühr in den AGB gefunden · paysafecard: 3,30 € pro Monat ab dem 2. Monat (Code); 2,80 € ab dem 13. Monat (Konto)
  • Unbeantwortete Prüfanfrage — AstroPay-Wallet: 50 € bis 50 % des Guthabens pro Monat · paysafecard: nicht vorgesehen
  • Rückerstattung des Restguthabens — AstroPay-Wallet: Rücktausch in Euro, mögliche Gebühr in der App angezeigt · paysafecard: 5 %, höchstens 5 € laut Gebührenseite

Für die Kontrolle heißt das: Die paysafecard bestraft Reste, das Wallet bestraft Schweigen. Wer Codes genau in Höhe der geplanten Einzahlung kauft, umgeht die erste Gebühr; wer jede Prüfanfrage von AstroPay sofort beantwortet, die zweite.

Daten: was Casino und Zahlungsdienst erfahren

Beide Wege halten Kartennummer und IBAN vom Casino fern, aber sie unterscheiden sich darin, wer Sie kennt. Für das AstroPay-Wallet verlangen die AGB Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Reisepassdaten vor der Aktivierung; der Zahlungsdienst kennt Sie also vollständig. Einen paysafecard Code kaufen Sie ohne Angaben; die Website wirbt damit, keine persönlichen Daten zu brauchen und ohne Kreditkarte oder Bankkonto auszukommen.

Das Casino kennt Sie in beiden Fällen, und zwar spätestens bei der ersten Auszahlung. Dann verlangt es Identitäts- und Adressnachweis nach seinen Bedingungen, bei einem Wallet oft auch einen Nachweis, dass es Ihnen gehört. Der Datenschutzvorteil der paysafecard endet damit genau dort, wo ein Gewinn das Casino verlässt.

Zum Glücksspiel selbst äußern sich die Bedingungen unterschiedlich deutlich. AstroPay untersagt die Nutzung des Wallets auf Seiten, deren Geschäft nach dem lokalen Recht des Nutzers verboten ist, ohne das Wort Glücksspiel zu verwenden. In den österreichischen AGB von paysafecard fanden wir keinen eigenen Punkt dazu. Maßgeblich bleibt das Glücksspielgesetz: Elektronische Lotterien darf nur der Konzessionär anbieten, und wer vom Inland aus bei anderen Anbietern Einsätze leistet, riskiert nach § 52 Abs. 5 GSpG eine Verwaltungsstrafe.

Rückweg der Gewinne

Auf einen paysafecard Code kann kein Casino auszahlen. Einen Rückweg gibt es nur in ein paysafecard Konto, und die Gebührenseite nennt dafür ein Payout-Limit von 250 € pro Monat. Wer mehr gewinnt oder kein Konto hat, braucht eine zweite Methode, meist eine Banküberweisung, und gibt dem Casino damit die IBAN preis, die er mit dem Code vermeiden wollte.

Beim AstroPay-Wallet hängt der Rückweg vom Casino ab: Führt es AstroPay auch bei den Auszahlungsmethoden, landet der Gewinn im Wallet. Von dort tauschen Sie das Guthaben laut AGB in Euro per Banküberweisung auf ein Konto auf Ihren Namen zurück; die Ausführung darf höchstens 48 Stunden dauern. Was dabei zu prüfen ist und wie lange die Prüfung beim Casino dauert, steht auf der Seite zur Verifizierung und Prüfanfragen bei AstroPay.

  • Auszahlung vom Casino — AstroPay-Wallet: ins Wallet, wenn der Anbieter es vorsieht · paysafecard: nicht auf den Code; nur ins paysafecard Konto
  • Grenze — AstroPay-Wallet: keine Angabe in den AGB · paysafecard: 250 € pro Monat als Payout
  • Weiter aufs Bankkonto — AstroPay-Wallet: in Euro per Banküberweisung, höchstens 48 Stunden · paysafecard: über das Konto, laut Hilfeseite in wenigen Schritten

Für wen welcher Weg passt

Die paysafecard passt zu Spielerinnen und Spielern, die eine Grenze wollen, die ohne Disziplin funktioniert: Der Code endet bei 50 €, ein Rest kostet, ein Rückweg fehlt. Das AstroPay-Wallet passt zu denen, die Ein- und Auszahlung über einen Dienst abwickeln wollen und die fehlende Limitfunktion mit einer eigenen Regel ersetzen, etwa einer einzigen Aufladung pro Monat. Wer beides nutzt, sollte das Einzahlungslimit im Spielerkonto als gemeinsame Obergrenze setzen.

Häufig gestellte Fragen

Welcher der beiden Wege hat ein eingebautes Ausgabenlimit?

Nur die paysafecard. Ein Code ist laut Gebühren- und Limitseite auf höchstens 50 € pro Zahlung begrenzt, und mehr als sein Wert lässt sich nicht ausgeben. Im AstroPay-Wallet lassen sich laut AGB für den EWR keine Ausgabenlimits einrichten; die Grenze setzen Sie nur über die Höhe der Aufladung oder über das Casino.

Wer beaufsichtigt AstroPay, und wer paysafecard?

AstroPay betreibt im EWR die Larstal Denmark ApS, ein von der dänischen Finanzaufsicht Finanstilsynet zugelassenes E-Geld-Institut. Die paysafecard gibt die Paysafe Prepaid Services Limited heraus, zugelassen von der irischen Zentralbank unter der Registrierungsnummer C185005 und auf Grundlage des EU-Passes in Österreich tätig.

Ist Guthaben im Wallet oder auf dem Code durch eine Einlagensicherung geschützt?

Nein, in beiden Fällen handelt es sich um E-Geld und nicht um eine Bankeinlage. Die AstroPay-AGB sagen ausdrücklich, dass keine dänische Einlagen- oder Anlegerentschädigung greift; geschützt wird das Geld durch getrennte Verwahrung. Lassen Sie deshalb in beiden Fällen nur so viel Guthaben liegen, wie Sie zeitnah einsetzen.

Was kostet ein Guthaben, das länger ungenutzt bleibt?

Bei der paysafecard laut österreichischer Gebührenseite 3,30 € pro Monat ab dem zweiten Monat nach dem Kauf eines Codes, bei einem Konto ohne Transaktion 2,80 € pro Monat ab dem 13. Monat. Bei AstroPay fanden wir keine Inaktivitätsgebühr; die Idleness Fee von 50 € bis 50 % des Guthabens pro Monat hängt an unbeantworteten Prüfanfragen.

Welche Daten gebe ich bei welchem Weg preis?

Für das AstroPay-Wallet verlangen die AGB Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Reisepassdaten vor der Aktivierung. Einen paysafecard Code kaufen Sie ohne persönliche Daten; die Website wirbt damit, keine Daten zu brauchen. Ein paysafecard Konto für höhere Limits verlangt dann wieder eine Identifizierung.

Kann ich Gewinne auf eine paysafecard oder ins AstroPay-Wallet zurückbekommen?

Auf einen Code nicht; ein Rückweg existiert nur in ein paysafecard Konto, laut Gebührenseite bis 250 € pro Monat als Payout. Ins AstroPay-Wallet zahlen Casinos aus, die die Methode auch zur Auszahlung anbieten; von dort geht es laut AGB in Euro per Banküberweisung auf ein Konto auf Ihren Namen.

Welche Methode eignet sich, wenn ich mein Budget fest deckeln will?

Die paysafecard, weil ein Code nicht mehr hergibt als seinen Wert und pro Zahlung bei 50 € endet. Beim Wallet müssen Sie die Deckelung selbst organisieren, etwa durch eine einzige Aufladung pro Monat und ein Einzahlungslimit im Spielerkonto. Beide Wege ersetzen kein Limit im Casino.

Schließt eine der beiden Methoden Glücksspiel aus?

AstroPay untersagt in den AGB die Nutzung auf Seiten, deren Geschäft nach dem lokalen Recht des Nutzers verboten ist, ohne das Wort Glücksspiel zu nennen. In den österreichischen AGB von paysafecard fanden wir keinen eigenen Punkt zu Glücksspiel. Für die Rechtslage zählt in beiden Fällen das Glücksspielgesetz, nicht die Zahlungsmethode.

Hilfe bei Spielproblemen

Online-Glücksspiel ist Personen ab 18 Jahren vorbehalten. Wenn Codes oder Aufladungen häufiger werden, als Sie geplant hatten, ist das ein Warnzeichen. Kostenlose, vertrauliche und auf Wunsch anonyme Hilfe bietet die Spielsuchthilfe unter (01) 544 13 57, die Spielerschutz-Hotline unter 0800 202 304 und Spielsuchthilfe.

Quellen